Dossier BZ
Landwirtschaftliche Gebäude, Maschinen, Technisierung und Instandhaltung
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## Dossier BZ – Landwirtschaftliche Gebäude, Maschinen, Technisierung und Instandhaltung ### 1. Kernbefund Ein flächendeckender „Investitions- oder Reparaturstau“ der deutschen Landwirtschaft ist anhand der verfügbaren amtlichen Daten nicht nachweisbar. Alter, Zustand, Restnutzungsdauer und aufgeschobene Erneuerungen von Ställen, Hallen und Maschinen werden bundesweit nicht systematisch erfasst. Belastbar belegt sind jedoch: - stark gestiegene Ersatz- und Baukosten; - jährlich rund 4,7 Mrd. Euro Instandhaltungsaufwand; - erhebliche Unfallrisiken bei Instandsetzung, Fahrzeugen und baulichen Anlagen; - punktuelle Brandschutz- und Elektrodefizite; - ungleichmäßige Verbreitung moderner Präzisions-, Stall- und Sicherheitstechnik; - wachsende Abhängigkeit von Software, Herstellerdaten, Fachwerkstätten und Ersatzteilen; - erhebliche regulatorische Unsicherheit bei langlebigen Stallgebäuden. Die Problemlage besteht somit nicht in einer belegten allgemeinen Überalterung, sondern in einer Kombination aus fehlender Zustandsstatistik, teurer Erneuerung, technischen Abhängigkeiten und klar nachgewiesenen Sicherheitsdefiziten. ### 2. Definition und Abgrenzung Erfasst werden: - Ställe, Hallen, Werkstätten, Lager-, Kühl- und Düngerlagereinrichtungen; - Traktoren, Ernte-, Fütterungs-, Melk- und Ausbringtechnik; - Wartung, Reparatur, Ersatzteile und Reparaturdaten; - elektrische, digitale und automatisierte Anlagen; - technischer Brand-, Arbeits- und Ausfallschutz; - gemeinschaftliche Maschinennutzung. Nicht erneut verbucht werden: - Finanzierung und Verschuldung aus Dossier BY; - Tierwohlfolgen aus den Tierhaltungsdossiers; - Klimaschäden und landwirtschaftliche Emissionen; - allgemeine Digitalisierungsprobleme aus Dossier BX; - Schäden durch unsachgemäße Düngung oder Pflanzenschutzanwendung. ### 3. Zentrale Teilprobleme 1. Keine nationale Alters- und Zustandsstatistik für den Anlagenbestand. 2. Kein belastbarer Indikator für aufgeschobene Ersatzinvestitionen. 3. Hohe und weiter steigende Bau- und Maschinenpreise. 4. Hohe laufende Instandhaltungsaufwendungen. 5. Saisonabhängig besonders teure Maschinenausfälle. 6. Unfallgefahren bei Wartung und Reparatur. 7. Schwere Traktorunfälle durch Umsturz, Überrollen sowie Auf- und Absteigen. 8. Defizite an elektrischen Anlagen. 9. Brandgefahren durch Staub, Stroh, Kraftstoffe, Fahrzeuge und Photovoltaik. 10. Sanierungsrisiken durch Asbest in älteren Dächern und Fassaden. 11. Hohe Abhängigkeit automatisierter Tierhaltung von Strom und Steuerungstechnik. 12. Fehlende Transparenz über Notstrom- und Redundanzsysteme. 13. Uneinheitlicher Zugang zu Präzisionstechnik. 14. Hersteller- und Softwareabhängigkeit bei vernetzten Maschinen. 15. Ungeklärte praktische Wirkung des EU Data Act auf unabhängige Reparaturen. 16. Begrenzte Interoperabilität zwischen Fabrikaten und Generationen. 17. Keine amtliche Statistik über Werkstattdichte und Ersatzteilwartezeiten. 18. Förderprogramme erzeugen Technikschübe, ihre Zusatzwirkung ist aber nicht durchgehend evaluiert. 19. Föderal unterschiedliche Bau-, Genehmigungs- und Förderbedingungen. 20. Langlebige Ställe können durch spätere Regulierung wirtschaftlich entwertet werden. ### 4. Belastbare Kennzahlen | Kennzahl | Ergebnis | |---|---:| | Betriebe mit eigenen Traktoren/Zugmaschinen 2023 | 232.900 bzw. 91 % | | Betriebseigene Traktoren/Zugmaschinen | rund 695.200 | | Betriebe mit ergänzender Nutzung fremder Traktoren | 90.000 bzw. 35 % | | Betriebe mit fremden Mähdreschern | 121.200 bzw. 48 % | | Betriebe mit eigenen Mähdreschern | 42.900 bzw. 17 % | | Betriebe mit variabler Präzisionsausbringung | 47.000 bzw. 18 % | | Betriebe mit selbststeuernden/autonomen Maschinen | 14.500 | | Viehbetriebe mit spezieller maschineller Unterstützung | 77.900 bzw. 48 % | | Betriebe mit automatischer Stallklimaregelung | 30.300 | | Milchviehbetriebe mit Melkrobotern | 8.800 bzw. 19 % | | Instandsetzung Maschinen/Geräte 2025 | geschätzt 3,1 Mrd. € | | Instandhaltung baulicher Anlagen 2025 | geschätzt 1,6 Mrd. € | | Bruttoinvestitionen Haupterwerbsbetrieb 2024/25 | 73.802 € | | Nettoinvestitionen | 22.435 € | | Anteil Maschinen/Technik an Bruttoinvestitionen | etwa 50 % | | Preisindex landwirtschaftlicher Bauten 2025 | 145,4; 2020=100 | | Preisindex landwirtschaftlicher Maschinen/Anlagen 2025 | 128,5 | | Preisindex Bauten April 2026 | 149,9 | | Landwirtschaftliche Bauvorhaben fertiggestellt 2025 | 5.731 | | Meldepflichtige Unfälle Landwirtschaft 2025 | 30.503 | | Unfälle bei Instandsetzungsarbeiten 2025 | 7.458 | | Tödliche Unfälle bei Instandsetzungsarbeiten | 13 | | Untersuchte Traktorunfälle 11/2022–10/2023 | 1.222, davon 18 tödlich | Die Maschinenkennzahlen stammen aus der [Agrarstrukturerhebung 2023](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_204_41.html). Sie beschreiben Nutzung und Besitz, nicht Alter oder technischen Zustand. ### 5. Historische Entwicklung - Mit sinkender Betriebszahl und wachsender Durchschnittsfläche steigt die Leistungsanforderung an Maschinen und Logistik je Betrieb. - Technisierung reduzierte körperliche Arbeit, schuf aber neue Abhängigkeiten von Strom, Software und spezialisierten Reparaturen. - Die Investitionspreise stiegen nach 2020 deutlich: 2025 lagen landwirtschaftliche Bauten 45,4 %, Maschinen und Anlagen 28,5 % über dem Preisniveau von 2020. - Das Investitionsprogramm Landwirtschaft 2021–2024 bewilligte mehr als 14.500 Vorhaben mit rund 514 Mio. Euro Zuschussvolumen. - Nach dessen Ende wurden ausgewählte Technik- und Lagerförderungen ab 2025 wieder in den föderalen GAK-Rahmen überführt. - Seit September 2025 gilt der EU Data Act. Die unmittelbare Produktdesignpflicht des Artikels 3 Absatz 1 gilt für ab September 2026 neu in Verkehr gebrachte vernetzte Produkte. - Die neue EU-Maschinenverordnung wird überwiegend ab Januar 2027 anwendbar. ### 6. Regionale Unterschiede - Kleinstrukturierte Regionen besitzen mehr Einzelbetriebe, während größere Betriebe häufiger hohe Maschinenauslastung und spezialisierte Technik erreichen können. - Maschinenringe, Lohnunternehmen und Nachbarschaftshilfe sind regional unterschiedlich verfügbar. - Bauordnungs-, Immissionsschutz- und Fördervollzug liegen weitgehend bei Ländern und Kommunen. - GAK-Maßnahmen werden nur angeboten, wenn ein Land sie in sein Förderprogramm übernimmt. - Die Aussage, ein Viertel der Betriebe habe schwere Elektromängel, beruht auf einer Auswertung der Versicherungskammer Bayern für 2022/23. Sie ist ein ernstes Warnsignal, aber keine bundesweit repräsentative Quote. - Eine vergleichbare regionale Zustandskarte für Ställe, Hallen, Dächer, Lager und Elektrik fehlt. ### 7. Internationaler und europäischer Vergleich Der EU Data Act stärkt grundsätzlich das Recht der Nutzer vernetzter Produkte auf Zugang zu Produkt- und Servicedaten sowie deren Weitergabe an Dritte. Davon können unabhängige Werkstätten und Diagnosedienste profitieren. Offen ist, wie wirksam diese Rechte bei proprietären Diagnosewerkzeugen, Sicherheitsausnahmen und Geschäftsgeheimnissen praktisch werden. Die kommende EU-Maschinenverordnung berücksichtigt stärker: - sicherheitsrelevante Software; - KI-basierte Sicherheitsfunktionen; - Cyberrisiken; - Marktüberwachung; - vergleichbarere Daten zu Maschinenunfällen. Eine aktuelle, zwischen EU-Staaten harmonisierte Statistik über das Durchschnittsalter landwirtschaftlicher Maschinen oder den baulichen Sanierungsstau existiert nicht. Deutschland kann daher international nicht belastbar als besonders modern oder besonders überaltert eingeordnet werden. ### 8. Ursachen **Ökonomisch** - hohe Anschaffungs- und Baupreise; - saisonal schwankende Auslastung; - lange Amortisationszeiten; - kleine Stückzahlen hoch spezialisierter Technik; - hohe relative Kosten bei kleinen Betrieben. **Technisch** - komplexe Elektronik und Software; - proprietäre Diagnose- und Ersatzteilsysteme; - schwierige Kombination alter und neuer Geräte; - begrenzte Redundanz automatisierter Anlagen; - verschleißfördernde Bedingungen durch Staub, Feuchte, Ammoniak und Korrosion. **Institutionell** - keine Anlagenbestands- und Zustandsstatistik; - wechselnde Förderfenster; - föderal unterschiedliche Programme; - lange Genehmigungs- und Planungszeiträume; - unklare langfristige Haltungs- und Umweltanforderungen. **Betrieblich** - Wartung wird während Arbeitsspitzen verschoben; - Eigenreparaturen ohne ausreichende Sicherung; - fehlende Gefährdungsbeurteilungen; - Überdimensionierung einzelbetrieblicher Maschinen; - unzureichende Notstrom- und Wiederanlaufplanung. ### 9. Verantwortungszuordnung | Akteur | Verantwortung | |---|---| | EU | Maschinen- und Produktsicherheit, Datenzugang, Typgenehmigung | | Bund | Förderprogramme, Statistikrahmen, Arbeits- und Gefahrstoffrecht | | Länder/Kommunen | Bau-, Umwelt- und Fördervollzug, Kontrollen | | SVLFG | Unfallverhütung, Beratung, Aufsicht und Anreize | | Hersteller | sichere Konstruktion, Ersatzteile, Diagnosedaten, Updates | | Händler/Werkstätten | Reparaturqualität, Versorgung und Reaktionszeiten | | Betriebe | Wartung, Prüfung, Notfallplanung und sichere Nutzung | | Versicherer | Brandschutzanforderungen, Schadenanalyse und Präventionsanreize | | Maschinenringe/Lohnunternehmen | verlässliche gemeinsame Kapazitäten | ### 10. Relevante politische Entscheidungen - Investitionsprogramm Landwirtschaft 2021–2024. - Rückführung ausgewählter Fördergegenstände in die GAK ab 2025. - Vorläufige Antragspause im Bundesprogramm Energieeffizienz seit November 2024. - Förderprogramm zum Umbau der Tierhaltung. - EU Data Act seit 12. September 2025. - Neue EU-Maschinenverordnung ab Januar 2027. - Vierjähriger Prüfturnus für ortsfeste elektrische Anlagen nach SVLFG-Regeln; kürzere Intervalle bei höherem Risiko. - Jährliche Prüfung nicht ortsfester elektrischer Betriebsmittel als Regelfall. ### 11. Direkte Kosten Belastbar sind folgende Aufwendungen: - 3,1 Mrd. Euro für Instandsetzung von Maschinen und Geräten 2025; - 1,6 Mrd. Euro für Instandhaltung baulicher Anlagen; - zusammen rund 4,7 Mrd. Euro, jeweils ohne Umsatzsteuer; - 514 Mio. Euro bewilligtes Zuschussvolumen des Investitionsprogramms Landwirtschaft bis Oktober 2024. Diese Beträge sind überwiegend notwendige Produktionsaufwendungen und keine Schäden. Nicht belastbar quantifizierbar sind: - der Wert unterlassener Wartung; - ein nationaler Ersatzinvestitionsstau; - Ernteverluste durch Maschinenstillstand; - Gebäudeschäden infolge mangelhafter Elektrik; - zusätzliche Kosten proprietärer Reparatursysteme; - der Modernisierungsbedarf aller Altställe. ### 12. Indirekte und langfristige Kosten - Ernte- und Qualitätsverluste bei Ausfall in engen Wetterfenstern; - Tiergesundheits- und Produktionsrisiken bei Ausfall von Lüftung, Fütterung oder Melktechnik; - längere Stillstandszeiten bei fehlenden Ersatzteilen; - geringere Ressourceneffizienz veralteter oder falsch eingestellter Technik; - Arbeitsausfall, Behandlungskosten und Rentenfolgen nach Unfällen; - vorzeitige wirtschaftliche Entwertung technisch funktionsfähiger Ställe; - Abhängigkeit von einzelnen Herstellern und Dienstleistern; - geringere Resilienz bei Strom-, Netz- oder Softwareausfällen. Eine Aggregation zu einer nationalen Jahresschadenssumme wäre spekulativ. ### 13. Gewinner, Verlierer und Anreize **Begünstigt** - große Betriebe mit hoher Maschinenauslastung; - Lohnunternehmen und Maschinenringe; - Hersteller förderfähiger Technik; - Betriebe mit Eigenkapital und professioneller Förderberatung; - Werkstätten mit Zugang zu Herstellerdiagnostik. **Benachteiligt** - kleine und stark spezialisierte Betriebe; - abgelegene Betriebe mit dünnem Werkstattnetz; - unabhängige Reparaturbetriebe ohne vollständigen Datenzugang; - Betriebe mit funktionsfähigen, aber regulatorisch schwer anpassbaren Altgebäuden; - Pächter, die nicht in fremde Gebäude investieren können. **Fehlanreize** - Ersatz funktionsfähiger Technik wegen Förderfenstern; - einzelbetrieblicher Maschinenbesitz trotz geringer Auslastung; - Aufschub notwendiger Wartung bei knapper Liquidität; - Herstellerbindung durch Software, Diagnose und Garantiebedingungen; - Neubau statt flexibler, modularer Umrüstung. ### 14. Gegenargumente **„Die hohen Wartungsausgaben beweisen einen Investitionsstau.“** Nein. Sie können ebenso Ausdruck ordnungsgemäßer Instandhaltung eines wertvollen Anlagenbestands sein. **„Viele eigene Traktoren sind ineffizient.“** Nicht zwangsläufig. Zeitkritische Arbeiten, unterschiedliche Standorte und Witterungsfenster können eigenen Maschinenbesitz rechtfertigen. **„Nur 18 % Präzisionsausbringung bedeuten technologischen Rückstand.“** Nicht generell. Technik muss zu Kultur, Fläche, Betriebsgröße und Kostenstruktur passen. Die Betriebsquote sagt nichts über den damit bewirtschafteten Flächenanteil. **„Automatisierung erhöht nur die Ausfallgefahr.“** Sie kann Arbeitssicherheit, Tierüberwachung und Präzision verbessern. Das Problem entsteht bei fehlender Redundanz und Reparierbarkeit. **„Herstellerbeschränkungen dienen allein der Marktabschottung.“** Teilweise können Sicherheits-, Haftungs-, Emissions- und Cybergründe legitim sein. Einschränkungen müssen jedoch notwendig, verhältnismäßig und überprüfbar sein. ### 15. Datenlücken - Alter und Restnutzungsdauer landwirtschaftlicher Gebäude; - Alter, Betriebsstunden und technischer Zustand des Maschinenbestands; - Umfang aufgeschobener Wartung; - Werkstattdichte und durchschnittliche Reparaturwartezeiten; - Ersatzteilpreise und Lieferfristen; - Zahl und Dauer saisonaler Maschinenausfälle; - Abdeckung mit Notstrom und Redundanzsystemen; - bundesweite Quote schwerer Elektromängel; - Umfang asbesthaltiger Agrardächer; - Gebäudebrände nach technischer Ursache; - Anteil der Flächen, nicht nur der Betriebe, mit Präzisionstechnik; - praktische Wirkung des Data Act auf Reparaturmärkte; - Förderwirkung gegenüber ungeförderten Vergleichsbetrieben. ### 16. Reformoptionen 1. Repräsentatives Anlagenzustandsmodul in die Agrarstrukturerhebung aufnehmen. 2. Gebäudealter, Modernisierungsjahr und zentrale Sicherheitssysteme erfassen. 3. Maschinenalter, Betriebsstunden und Reparaturdauer anonymisiert auswerten. 4. Betriebliches Wartungs- und Ersatzkonzept bei größeren Fördervorhaben verlangen. 5. Sicherheitsnachrüstung stärker fördern als bloßen Ersatz. 6. Herstellerunabhängigen Diagnose- und Reparaturzugang überwachen. 7. Data-Act-Beschwerdestelle mit agrartechnischer Fachkompetenz schaffen. 8. Offene Schnittstellen und standardisierte Maschinendaten fördern. 9. Notstrom- und Wiederanlaufpläne für automatisierte Tierhaltungsbetriebe etablieren. 10. Elektroprüfungen und Brandschutzkontrollen risikobasiert intensivieren. 11. Gemeinschaftliche Maschinennutzung und mobile Reservekapazitäten unterstützen. 12. Förderprogramme technologieneutraler und kontinuierlicher ausgestalten. 13. Modulare und rückbaubare Stallkonzepte bevorzugen. 14. Förderwirkung anhand tatsächlicher Ressourcen-, Sicherheits- und Arbeitszeiteffekte evaluieren. 15. Ersatzteil-, Reparatur- und Updateverfügbarkeit bereits beim Kauf transparent machen. ### 17. Umsetzungsbarrieren - hoher zusätzlicher Erhebungsaufwand; - Geschäftsgeheimnisse von Herstellern und Werkstätten; - Datenschutz bei Telematik- und Reparaturdaten; - schwierige Bewertung heterogener Altanlagen; - Haftungsfragen bei Eigen- und Fremdreparaturen; - Konflikt zwischen IT-Sicherheit und offenem Datenzugang; - föderal unterschiedliche Bau- und Förderpraxis; - Gefahr, kleine Betriebe durch neue Dokumentationspflichten zu überfordern. ### 18. Hauptquellen - [Destatis: Maschinen- und Technikausstattung 2023](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_204_41.html) - [Destatis: Statistischer Bericht „Maschinen und Lagerung“](https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/_inhalt.html) - [BMEL-Statistik: Instandhaltung von Maschinen und Bauten](https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/landwirtschaftliche-gesamtrechnung/vorleistungen) - [BMEL-Statistik: Investitionen und Abschreibungen](https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/landwirtschaftliche-gesamtrechnung/investitionen-und-abschreibungen) - [BMEL-Testbetriebsnetz 2024/25](https://bmel-statistik.de/fileadmin/daten/0111001-2025.pdf) - [Destatis: Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel](https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Landwirtschaftspreisindex-Forstwirtschaftspreisindex/Tabellen/Einkaufspreise-Landwirtschaft.html) - [Destatis GENESIS: Detailindizes Maschinen und Bauten](https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/61221/table/61221-0001) - [Destatis GENESIS: Baufertigstellungen landwirtschaftlicher Betriebsgebäude](https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/31%2A/table/31121-0001) - [SVLFG: Unfallzahlen 2025](https://www.svlfg.de/pm-unfallzahlen-2025) - [SVLFG: Präventionsbericht 2024](https://www.svlfg.de/praeventionsbericht-2024) - [SVLFG: Sondererhebung Traktorunfälle](https://cdn.svlfg.de/fiona8-blobs/public/svlfgonpremiseproduction/9c875843858de446/f7882e514428/broschuere-praeventionsbericht-2024.pdf) - [SVLFG: Elektromängel in landwirtschaftlichen Betrieben](https://www.svlfg.de/fa-elektro-check) - [SVLFG: Brandschutz und elektrische Anlagen](https://www.svlfg.de/fa-brandschutz-im-betrieb) - [Umweltbundesamt: Asbest in Gebäuden](https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/asbest) - [BMEL: Investitionsprogramm Landwirtschaft](https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/klimaschutz/investitionsprogramm-landwirtschaft.html) - [BMEL: Energieeffizienzprogramm Landwirtschaft und Gartenbau](https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/gartenbau/bundesprogramm-energieeffizienz.html) - [EU Data Act](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/2854/oj/eng) - [EU-Kommission: Leitlinien zu Fahrzeugdaten und unabhängigen Reparaturdiensten](https://eur-lex.europa.eu/eli/C/2025/5026/oj/eng/pdf) - [EU-Maschinenverordnung 2023/1230](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/en/TXT/?uri=CELEX%3A32023R1230) ### 19. Problemregister DE-2701 bis DE-2750 | ID | Problem und Evidenz | Betroffene/Ursache/Verantwortung | Gegenargument oder Lücke | Priorität und Reform | |---|---|---|---|---| | DE-2701 | **D:** Keine nationale Gebäudealtersstatistik | Betriebe, Bund/Destatis | Alter ist nicht gleich Mangel | H: Zustandsmodul | | DE-2702 | **D:** Maschinenalter und Betriebsstunden fehlen | Betriebe, Statistik | Besitz- und Nutzungszahlen vorhanden | H: repräsentative Erhebung | | DE-2703 | **D:** Kein belastbarer Ersatzinvestitionsstau-Indikator | Politik, Betriebe | Pauschale Stauthese unbelegt | H: Investition minus technischen Ersatzbedarf | | DE-2704 | **B:** Maschineninstandsetzung 2025 rund 3,1 Mrd. € | gesamte Landwirtschaft | Aufwand ist kein Schaden | M: Zeitreihe und Ausfallbezug | | DE-2705 | **B:** Gebäudeinstandhaltung rund 1,6 Mrd. € | Gebäudeeigentümer | normale Bestandspflege | M: nach Gebäudeart gliedern | | DE-2706 | **B:** Investitionsgüterpreisindex 2025 bei 132,1 | Betriebe, Markt | nominaler Index | H: reale Investitionen ausweisen | | DE-2707 | **B:** Agrarbauten 2025 bei 145,4; April 2026 bei 149,9 | Bauwillige Betriebe | keine Aussage über Bedarf | H: flexible Umbauförderung | | DE-2708 | **B:** Maschinen/Anlagen 2025 28,5 % teurer als 2020 | Betriebe, Hersteller/Markt | technische Qualitätssteigerung möglich | H: Lebenszykluskosten | | DE-2709 | **B:** Bruttoinvestition 73.802 €, netto 22.435 € je Haupterwerbsbetrieb | Betriebe | Testbetriebsnetz begrenzt | H: sektorale Nettoinvestition | | DE-2710 | **B:** Etwa Hälfte der Bruttoinvestitionen für Maschinen/Technik | Betriebe | kann wirtschaftlich sinnvoll sein | M: Produktivitätswirkung | | DE-2711 | **B:** Nur kleiner Anteil der Bruttoinvestitionen für Gebäude | Tier-/Gartenbaubetriebe | Jahres- und Sektoreffekt | H: Mehrjahresanalyse | | DE- … (Ansicht gekürzt; der gespeicherte Text ist vollständig)